
Gibt es in der Fürther Altstadt tatsächlich noch Unbekanntes zu entdecken?
| Beitrag vom 05. Juli 2021, von Claudia Oehm
„Hast du gewusst, dass es in Fürth die Studentenverbindung Corps Baruthia Fürth gab?
Und dass einst ein Gebäude des Pfarrklösterleins mitten in der Heiligenstraße stand?“
Unser erfahrener Rundgangsleiter Norbert Autenrieth versetzte uns übrige Fürther Rundgangsleitungen vor zwei Jahren ordentlich in Erstaunen. Für die Stadt(ver)führungen 2019 stellte er Anekdoten, Kuriositäten und Wissenswertes zusammen und präsentierte diese in den Straßen rund um die Fürther Altstadtkirche St. Michael. Sein Angebot stieß auf außergewöhnlich großes Interesse und so wurde auch unser aller Ehrgeiz geweckt: Wir wollten einen neuen Stadtrundgang entwerfen, der sich einerseits mit weniger bekannten Geschichten und Ereignissen befasst, und andererseits sich auf Straßenzüge konzentriert, die in anderen Stadtspaziergängen eher stiefmütterlich behandelt werden. Es gründete sich schnell eine „SOKO Geheimnisse“ (bestehd aus den Ehrenamtlichen Norbert Autenrieth, Christian Fritsche, Claudia Oehm, Andy Schirm und Brigitte Wünsche). Wir recherchierten in Archiven, Veröffentlichungen verschiedener Vereine und Autoren, im Internet und bei alteingesessenen Fürther:innen, verteilten die Aufgaben und planten und verwarfen Routen, bis wir zufrieden waren mit der Kombination aus Standorten und Laufwegen.
Sage und schreibe 20 „Geheimnisse“ werden wir auf dieser Tour lüften. Und wir hoffen natürlich auch, dass wir durch unsere Teilnehmer:innen das Rätsel der einen oder anderen „harten Nuss“, die wir selbst nicht haben knacken können, lösen können.
Der Rundgang wird u.a. über eines der größten und ältesten Mietshäuser Süddeutschlands berichten; erklären, woher die Namen der Weinstube „Duckla“ oder der Kneipe „Keimling“ kommen; ein – heute fast vergessenes – Mitglied der kurzen Räterepublik Fürth vorstellen; zeigen, wie glücklich wir uns schätzen können, dass der der sog. Schächterle-Plan nicht umgesetzt wurde; erklären, warum Fürth zwar nie eine Stadtmauer hatte, dafür heute aber Stadtmauerhäuser besitzt; die schönste Bedürfnisanstalt zeigen; von einer Naturkatastrophe im Jahre 1909 erzählen.
Wir freuen uns, dass wir nach einer langen Durststrecke endlich wieder auf Tour gehen können und in unserem neuen Rundgang kleine und große Geheimnisse einem geschichtsinteressierten Publikum präsentieren dürfen. Termine und Tickets für den neuen Rundgang finden Sie hier.
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